Gamberi all’aglio statt Tagesordnung: Der halbe Italiener und seine IKEA-Saga

Kanzleischrift 12 – Wenn Kücheneinbau wichtiger wird als Pressearbeit

📅 Datum: 09.10.2025
🕐 Dauer: 17:30 – 21:30 Uhr
📍 Ort: München
👥 Anwesende: Edith Prock (Vorsitzende des Vorstands), Leonhard Dörr (Stellvertreter des Vorstands), Erich Prock (Pressesprecher – geduldet)


Eigentlich ist es die Aufgabe des Pressesprechers für die Meetings der „3 Erlesenen“ rechtzeitig Tagesordnungen vorzulegen, damit strukturiert gearbeitet werden kann. Auch die jeweils notwendigen Protokolle über diese Sitzungen sollen von ihm erstellt werden.

Bei seiner „schludrigen“ Arbeitsauffassung kann es in Wahrheit niemand überraschen, dass er zu dem gestrigen Jour fixe, erneut locker flockig, ohne jegliches Schriftstück, angereist kam – sofort nach Rotwein verlangte – und mit dem Kochen begann.

Dass sich der Stellvertreter der Vorstandsvorsitzenden massiv über diese Herabwürdigung der Besprechungen ärgert, irritiert den Pressesprecher Erich Prock nicht im Geringsten. Fröhlich präsentiert er seine geplante Speisenfolge für den Abend.

Vorspeise Krabben in scharfer Knoblauch-Sauce. Da er sich neuerdings als halber Italiener begreift in der Annahme, dass ihm dies in der Frauenwelt Vorteile verschafft, heißt das Gericht:

„Gamberi all’aglio e peperoncino“

Hauptgericht Tagliatelle ai funghi porcini freschi

Zugegeben: Das Essen war wieder einmal fürstlich. Und auch der verabreichte Rotwein war ein Hochgenuss.

Nach dem Essen erzählte der Pressesprecher von seiner Reise nach Berlin. Dort half er seiner Tochter beim Einbau einer Küche in der neuen Wohnung. Lang und breit berichtete er, wie er es geschafft hat, die eigentlich zu hohe IKEA-Küche unter das zu niedrige Fenster einzuschieben. Dazu musste er die verstellbaren Füße in beide Richtungen verkürzen. Seiner Schilderung zufolge war das eine meisterhafte Leistung. Dass der Einbau einer Küche absolut gar nichts mit seiner Aufgabe als Pressesprecher der „3 Erlesenen“ zu tun hat, irritierte ihn nicht im Geringsten.

Um 21.30 Uhr endete die Arbeitsrunde ohne jegliches Ergebnis.

SÜDTIROL-REISEPLANUNG: Der Ordnung halber weist L. Dörr daraufhin hin, dass er zu dem geplanten Südtirol-Urlaub (vom 15.10. bis 21.10.25) mit dem eigenen Auto anreist. Dabei will er unabhängig bleiben. Frau Prock und Herr Prock können also nur dann mit ihm mitfahren, wenn sie das akzeptieren. Eventuell müssen sie mit der Bahn die Rückreise nach München antreten. Nach kurzem Murren erklären sie sich damit einverstanden.